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Februar 2024

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03.02.24

 

Spannender Blick in die Zukunft (Von Daniela Apel)

 

Die Zerbster Ganztagsschule Ciervisti lud Viertklässler erstmals zu einem Tag der offenen Tür ein. Das Reinschnuppern in neue Fächer täuschte allerdings nicht über ein nach wie vor bestehendes Problem hinweg: den Lehrermangel.

 

Mit feurigen Experimenten, kreativen Erinnerungen und klangvollen Rhythmen sorgte die Zerbster Ganztagsschule Ciervisti jetzt für Begeisterung bei knapp 100 Viertklässlern. Der mit ebenso vielfältigen wie verblüffenden Eindrücken gespickte Tag der offenen Tür verhehlte jedoch nicht, dass es trotz des engagierten Einsatzes der Lehrer nach wie vor an ausreichend Pädagogen mangelt. Schulleiterin Kirsten von Mandel begrüßte die Neun- und Zehnjährigen zunächst in der Aula, bevor sechs verschiedene Stationen auf sie warteten. Noch besuchen die Mädchen und Jungen die einzelnen Grundschulen in Zerbst, Lindau, Steutz und Walternienburg. Doch das erste Halbjahr ist mit der gestrigen Zeugnisausgabe rum. Bald schon steht ein aufregender Wechsel bevor – entweder an das Gymnasium oder eben an die Sekundarschule. Die endgültige Entscheidung über die weitere Schullaufbahn muss in Kürze getroffen werden.

 

Aufregend gestaltete sich das Kennenlernen des Fachs Chemie, wobei die Viertklässler erlebten, für welche Flammenfarbe verschiedene Stoffe sorgen.

 

Angespannte Situation
Kirsten von Mandel plant derzeit mit vier 5. Klassen – genauso wie Kerstin Görner, Schulleiterin des Francisceums. "Fünf wären mir lieber" bemerkt von Mandel mit Blick auf die Anzahl der Schüler pro Klasse. Die personellen Kapazitäten sind allerdings äußerst begrenzt. Seit Jahren herrscht an Ciervisti akuter Lehrermangel, die Unterrichtsversorgung liegt nur bei um die 75 Prozent – ein Zustand, der sich trotz positiver Meldungen auch in naher Zukunft wohl kaum ändert.


Das Verhältnis zwischen der Anzahl der Lehrer, die in Ruhe stand gehen, und jenen, die neu beginnen, stimmt einfach nicht,
wie Kirsten von Mandel sagt. So ist die Freude über die neue Kollegin, die im August anfängt, etwas getrübt. Auch einen jungen Referendar, also einen Lehrer im Vorbereitungsdienst, wie es offiziell heißt, kann sie zum Start des Schuljahres 2024/25 begrüßen. Zeitgleich beginnt für einzelne Lehrer der Ruhestand – weitere folgen in den nächsten Jahren. Von Mandel ist gespannt, ob diese Lücken gefüllt werden. Froh ist sie über die Seiteneinsteiger, die das Pädagogikteam inzwischen verstärken. Dennoch fehlt es an Lehrern. So kommt es vor, dass einzelne Klassen auch mal komplett zu Hause bleiben müssen. In Klasse 5 und 6 wird versucht, diese letzte Möglichkeit zu vermeiden – nicht immer gelingt es.


Nicht ganz so prekär ist die Situation am Francisceum, doch angespannt ist sie ebenfalls. Vor der Entscheidung, eine Klasse zu Hause zu lassen, stand man hier ebenfalls erst kürzlich, als drei Lehrer auf einmal krank wurden. "Ich habe keinerlei Vertretungsreserve" begründet Kerstin Görner diesen für keinen angenehmen Schritt.


Die Schere von Ab- und Neuzugängen geht auch am Gymnasium auseinander. Zwar verspricht das nächste Schuljahr gleich drei neue Lehrer, parallel drohen viereinhalb Stellen wegzufallen – durch Ruhestand und mögliche Versetzungen. Umso mehr hofft Kerstin Görner, dass die beiden Referendare nach den Abschlussprüfungen am Francisceum bleiben. Bei einem dritten Nachwuchspädagogen geht dieser Wunsch bereits in Erfüllung, wie sie verrät.

 

Erstmals veranstaltete die Zerbster Ganztagsschule Ciervisti für die künftigen Fünftklässler einen Tag der offenen Tür. Wahrlich klangvolle Einblicke gab es dabei in das musikalische Angebot der Sekundarschule, wobei die Grundschüler beim gemeinsamen Spiel verschiedene Instrumente ausprobieren konnten. (Fotos: Daniela Apel)


Zusätzliche Belastung
Dennoch ist es ein stetiges Hangeln von Halbjahr zu Halbjahr. Zumal die zusätzliche Pflichtstunde, die Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt seit April 2023 pro Woche leisten müssen, juristisch einkassiert werden könnte. So werden am 7. März vor dem Oberverwaltungsgericht in Magdeburg die Klagen zweier Pädagogen gegen die Extra-Stunde verhandelt. Bei diesem Normenkontrollverfahren wird sich zeigen, ob diese rechtmäßig ist.


Der Ausgang ist völlig offen. Nur welche Auswirkungen hätte es, wenn die sogenannte Vorgriffsstunde wieder gestrichen wird, die Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) als einen Erfolg wertet? Das Unterrichtsvolumen von etwa eineinhalb Lehrerstellen würde am Francisceum wegbrechen, überschlägt Kerstin Görner. Auch an der Ciervisti würde sich dies auf Kürzungen in der Stundentafel auswirken, wie Kirsten von Mandel sagt. Dennoch sehen beide die Zusatzstunde kritisch, die die Lehrer an die Belastungsgrenze bringt.


Von all diesen Problemen bekamen die Viertklässler bei ihrem Ciervisti-Besuch nichts zu spüren. Womöglich wunderte sich der ein oder andere nur, warum weniger Schüler als üblich die Flure bevölkerten. Grund: Der Präsenzunterricht musste an diesem Tag für einzelne Klassen ausfallen.

 

 

Kommentar: Schule könnte so toll sein (Daniela Apel über Wunsch und Wirklichkeit)
Schule, die sollte begeistern, Lernen Spaß machen – dass dies durchaus gelingt, das bewies der Tag der offenen Tür, den die Zerbster Ganztagsschule Ciervisti für die zukünftigen Fünftklässler veranstaltete. Spürbar war das Engagement der Lehrer für ihren Beruf, den Nachwuchs physikalische Gesetze und chemische Reaktionen zu verdeutlichen. Musik, Sport und Kunst kamen ebenfalls nicht zu kurz. Umso trauriger ist es, dass der reale Schulalltag von Stundenkürzungen und Unterrichtsausfall geprägt ist. Auch ein noch so engagierter Pädagoge kann den herrschenden Lehrermangel leider nicht auffangen – auch nicht mit oktroyierter Zusatzstunde.

 

 

Volksstimme

 

03.02.24

 

Junge Tischtennis-Spieler wetteifern um Punkte (Von Daniela Apel)

 

Um Landesmeister-Titel und den Einzug ins Bundesfinale ging es jetzt in Zerbst.

Einmal mehr bot die Turnhalle der Zerbster Ganztagsschule Ciervisti die ideale Kulisse für das Tischtennis-Landesfinale des Schulsportwettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia". Rund 150 junge Sportler aus Magdeburg, Wernigerode, Halle, Aschersleben, Sangerhausen, Beetzendorf und Jessen sowie Darlingerode, Großkayna und Gernrode gingen an den Start.


Nicht zu vergessen: das Team des Hausherrn. Seit Langem konnte die Ciervisti-Schule wieder eine Mannschaft in der Wettkampfklasse II stellen, also der Altersgruppe der 13- bis 16-Jährigen. Die sieben Jungs hatten sich im Kreis- und Regionalfinale durchgesetzt und gaben nun alles. Ehrgeizig kämpften sie um jeden Punkt. Gegen die übermächtigen Gegner vom Norbertus-Gymnasium aus Magdeburg und dem Gymnasium Wernigerode hatten sie letztlich jedoch keine Chance. Sie mussten beide Begegnungen mit 0:5 abgeben.

 

Für das Tischtennis-Landesfinale des Schulsportwettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" hatte sich nach langer Zeit wieder ein Team der Zerbster Ganztagsschule Ciervisti (in schwarzen Trikots) qualifiziert. (Foto: Daniela Apel)


Am Ende wurde es für die Ciervisti-Schüler der dritte Platz, während der Sieg an die Magdeburger ging, die sich somit für das Bundesfinale qualifizierten. Bei den Mädchen der WK II löste die Mannschaft des Schollgymnasiums aus Sangerhausen das Ticket nach Berlin. Unterdessen wird das Georg-Cantor-Gymnasium aus Halle in der WK III (Jahrgänge 2008 bis 2011) gleich doppelt – sowohl bei den Mädchen als auch den Jungen – das Land Sachsen-Anhalt vertreten.


Erstmals in diesem Jahr wurden die Wettkämpfe zusammen mit den Para-Sportlern ausgetragen. Drei Mannschaften verschiedener Förderschulen traten gegeneinander an. Zum Bundesfinale fahren wird das Team aus Darlingerode, das sich den Landestitel holte.


Die Übergabe der glänzenden Siegerpokale erfolgte in Anwesenheit von Tischtennis-Landestrainerin Linda Ackner und der Landestrainerin für Para-Sport Anja Pöppich. Sie erlebten eine gelungene sportliche Veranstaltung, deren professionelle Durchführung ohne Unterstützung nicht möglich wäre. Besonderer Dank gilt Thoralf Sandmann, Sportlehrer an der Ciervisti-Schule, die inzwischen seit mehreren Jahren ihre Turnhalle bereitstellt und die Verpflegung der Teilnehmer organisiert, sowie dem Tischtennisverein ESKA um Peter König, welcher stets für Tische, Netze, Zählgeräte und Banden sorgt.

 

 

Volksstimme

 

07.02.24

 

Schüler setzen sich mit Gewalt auseinander: Über eine besonderes Projekt an der Zerbster Ganztagsschule Ciervisti (Leserbrief von Janet Gudella und Stephanie Daul)

 

Auch in diesem Schuljahr wurde das Projekt "Gewaltprävention und Wertevermittlung im Schulalltag" an Projekttagen im Januar für die Klassen 6a bis 6d in der Ganztagsschule Ciervisti durchgeführt. Oliver Hofmann aus Dessau führte das Projekt in unserer Schule souverän und wie gewohnt überaus zufriedenstellend für Schüler und Lehrer durch.

 

Organisiert wurde das wertvolle Projekt von den Schulsozialarbeiterinnen Janet Gudella und Stephanie Daul in Absprache mit dem Arbeitskreis "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Ziele des Projekts waren beispielsweise die Steigerung des Selbstbewusstseins, Verbesserung des sozialen Umgangs miteinander und eine freundliche Kommunikation. Die Vermittlung angemessener Konfliktlösungsstrategien und die Thematik Körpersprache standen während des Projekts im Fokus. Weiterhin spielte die Auseinandersetzung mit Gewalt, Grenzsetzung, Respekt, Offenheit und Toleranz eine übergeordnete Rolle.

 

Die Schüler nahmen das Projekt sehr gut an und arbeiteten aktiv mit. Sie reagierten auf den Wechsel zwischen theoretischen und praktischen Einheiten aus dem Bereich der Selbstverteidigung (WingTsung) positiv.

 

 

Volksstimme

 

21.02.24

 

Leute heute: Junge Rechenkünstler freuen sich über Medaillen (Von Daniela Apel)

 

Kopfrechnen und logisches Denken liegt manch Ciervisti-Schüler besonders.

 

Mathe liegt wahrlich nicht jedem. Doch es gibt sie – die begeisterten Zahlenfans, denen es Spaß macht, knifflige Aufgaben zu lösen, und das ganz ohne Taschenrechner, nur mit Köpfchen. An der Zerbster Ganztagsschule Ciervisti wurden die Besten von ihnen jetzt geehrt. Gemeinsam mit ihrem Mathekollegen Ingo Klemt nahm Andrea Schulze die Auszeichnung der Rechenkünstler 2024 vor.


Kurz vor den Weihnachtsferien hatten sich nicht wenige Mädchen und Jungen freiwillig der schulinternen Matheolympiade gestellt, die inzwischen seit 2008 Tradition ist – nur Corona sorgte für eine Zwangsauszeit. Die Fragen, die sich Andrea Schulze und Ingo Klemt jeweils für die Klassenstufen 5 bis 7 sowie 8 bis 10 ausdenken, gleichen Knobelaufgaben, bei denen jeder auch durch systematisches Probieren zur Lösung gelangen kann. Die Schüler sollen beweisen, dass sie in der Lage sind, ihr mathematisches Grundwissen in alltäglichen Situationen anzuwenden.

 

Die besten Rechenkünstler 2024 der Zerbster Ganztagsschule Ciervisti wurden jetzt geehrt – hier ist Mathelehrerin Andrea Schulze mit den Schulsiegern der Klassenstufen 5 bis 7 und 8 bis 10 zu sehen. 

(Foto: Daniela Apel)


Neben den Platzierten in den einzelnen Jahrgängen wurden erneut ebenfalls die Schulsieger gekürt. In Klassenstufe 5 bis 7 teilten sich Raphael Genski (6a) und Finn Schulze (7b) den ersten Platz, gefolgt von Johannes Demke (7b) und Henry Wuttig (6b). In Klassenstufe 8 bis 10 setzte sich Josephine König an die Spitze (10c), während Dustin Oesterreich (10c) auf Platz 2 landete und Billy Dademasch (9c) auf dem Dritten. Letzterer war der einzige Neuntklässler, der an der Olympiade teilnahm. Das betonte Andrea Schulze deshalb, weil die Neunten an dem Tag keinen Präsenzunterricht hatten und er dennoch extra für den Wettbewerb in die Schule gekommen war.

 

Die besondere Auszeichnung "Mathematiker des Jahres", die diejenigen bekommen, die bereits wiederholt zu den Schulsiegern gehören, erhielten Raphael Genski in Gold und Johannes Demke in Silber. Die ausgereichten Preise, Medaillen, Urkunden und T-Shirts sponserte wieder der Förderverein der Schule, der durch Lehrerin Anne Handrich vertreten war.

 

 

Volksstimme

Mai 2024

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07.05.24

 

Zehntklässler feiern letzten Schultag: Schulabgänger der Ciervisti-Schule gestalten buntes Abschiedsprogramm (Von Petra Wiese)

 

Leicht getrübt begann der letzte Schultag der Ciervisti-Schüler mit dem Besuch der Polizei. In der Nacht vor diesem Höhepunkt wurde die Fassade und die Treppe mit Marker beschmiert. Die Taten stießen auf Ablehnung und Unverständnis bei den Schülern und Lehrern. Trotz alledem wollten sich die Schüler ihren letzten Schultag nicht nehmen lassen und feierten gemeinsam mit ihren Mitschülern der Klassen 5 bis 10.


65 Schüler aus vier Klassen ließen es ordentlich krachen, um der Schule "Adé" zu sagen. Ein Programm für die Mitschüler und Lehrer hatten die Schulabgänger vorbereitet.

 

Der letzte Schultag der 10. Klassen wurde an der Ciervistischule groß gefeiert.


Das begann mit dem Tanz einiger Mädchen. Spannende Rennen auf den Bobby Cars folgten dann. Da nahmen auch einige Lehrer die Herausforderung an. Auch beim "Mappe packen" waren die jüngeren Schüler gefragt, mitzumachen. Der Stuhltanz durfte im Programm ebenfalls nicht fehlen. Ebenso heiß her ging es beim Tauziehen, wo die Schüler deutlich stärker waren als die Lehrer.


Ein Tanz der Elfen wurde so begeistert aufgenommen, dass die Jungen eine Zugabe geben mussten. Mit dem gemeinsamen Macarena ging das einstündige Programm zu Ende.

 

Mit Rädern waren die Zehntklässler unterwegs. (Fotos: Marietta Klüdtke)


Anschließend schwangen sich die Zehntklässler auf ihre geschmückten Fahrräder, um durch die Stadt zu radeln, ihre alten Grundschulen zu besuchen und einfach gemeinsam weiter zu feiern. Für die Zehntklässler haben gestern die Konsultationen begonnen. Die können sie in den nächsten zwei Wochen in Anspruch nehmen, um sich auf die mündlichen Prüfungen vorzubereiten. Die schriftlichen Prüfungen liegen längst hinter den Schülern.

 

 

Volksstimme

Juni 2024

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08.06.24

 

Wenn Laufen den Geldbeutel füllt: Wie die 6a der Ciervisti-Schule mal eben fast 800 Euro zusammentrug (Von Daniela Apel)

 

Unter dem Motto "Schule kunterbunt – Gemeinsam sind wir stark" fand vor Kurzem im Jahn-Stadion ein integrativer Spendenlauf statt. Es war die vierte Auflage der Veranstaltung, die die Zerbster Ganztagsschule Ciervisti seit 2016 alle zwei Jahre im Rahmen ihres Titels "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" durchführt. Auch diesmal wieder mit eingeladen waren die Zerbster Förderschule Am Heidetor und die Förderschule aus Güterglück. So gingen über 260 Mädchen und Jungen an den Start, um zusammen ein sportliches Zeichen für Toleranz und Respekt sowie gegen Gewalt, Mobbing und Diskriminierung zu setzen. Eine Aktion, die es lohnt, zu unterstützen. Das fand Stadtwerke-Chef Jürgen Konratt. Konkret unterstützte das kommunale Unternehmen die 6a der Ciervisti-Schule. Denn im Vorfeld suchen sich die jungen Läufer stets Sponsoren, die pro absolvierter 400-Meter-Runde einen vorab vereinbarten Betrag spenden.

 

Stadtwerke-Chef Jürgen Konratt überreichte den Schülern der 6a der Ciervisti-Schule im Beisein von Klassenlehrerin Andrea Schulze eine Spende. (Foto: Daniela Apel)


Bürgermeister mit im Team
In der vorgegebenen Laufzeit von 50 Minuten schafften die 21 teilnehmenden Schüler der 6a am Ende zusammen 153 Runden. Seitens der Stadtwerke erhielten sie 1 Euro pro Runde, also 153 Euro, "die wir auf 200 Euro aufgerundet haben", so Jürgen Konratt bei der jetzt erfolgten symbolischen Scheckübergabe.

 

Den sprichwörtlichen Löwenanteil an der erlaufenen Summe hatte Phillip, der beachtliche 15 Runden bewältigte. Immerhin auf jeweils zehn kamen Lilly und Michel, die zusätzlich noch eigene Sponsoren hatten. Dass letztlich allein die 6a einen Betrag von stolzen 789 Euro erlief, ist auch dem Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann zu verdanken, der ebenfalls aktiv für die Klasse an der Veranstaltung teilnahm und mit seinen zwölf Runden 120 Euro beisteuerte.

 

Der Erlös der 6a fließt wie der der anderen Klassen in die Gemeinschaftskasse der Schule. Verwendet wird das Geld, um Projekte ganz im Motto-Sinn des Spendenlaufs für die Schüler zu realisieren.

 

 

Volksstimme

 

19.06.24

 

 

 

Digitale Zeitreise durchs Schloss: Siebtklässler der Zerbster Ciervisti-Schule tauchen mittels Smartphone in die Vergangenheit ein – ein erlebnisreiches Geschichtsprojekt, das jeder selbst ausprobieren kann. (Von Daniela Apel)

 

Geschichtsunterricht, der muss nicht staubtrocken sein. Das beweist Steffen Jindra. Er unterrichtet das Fach an der Ganztagsschule Ciervisti und nahm die Siebtklässler jetzt mit auf eine digitale Reise in die Vergangenheit, und das an einem authentischen Ort: dem erhaltenen Ostflügel des Zerbster Schlosses. Denn wo ließen sich die Themen "Absolutismus und Barock" schon besser vermitteln als in der einstigen Fürstenresidenz, womit die Historie zugleich einen lokalen Bezug hat?

 

Allerdings bekamen die Schüler die Fakten nicht über eine Führung vermittelt. Die Mädchen und Jungen mussten sich die Informationen selbst erarbeiten, indem sie mittels Smartphone Aufgaben lösten, die sie vom untersten Keller bis ins zweite Obergeschoss des Schlosstraktes führten. "Sie sollen ihre Handys mal sinnbringend anwenden", meinte Steffen Jindra. So hatte er ein Projekt konzipiert, das auf mehreren Apps basiert.

 

Actionbound heißt eine der Anwendungen, der sich Steffen Jindra bediente. Mit dieser App kreierte er eine Art digitale Schnitzeljagd, bei der die Siebtklässler Objekte und Orte finden, Fragen beantworten sowie Fakten zusammentragen und dokumentieren müssen. Zugleich band er die für das Schloss vorhandene Hearonymus-App ein. Mit diesem Audio-Guide können Besucher den Ostflügel eigenständig erkunden, wobei sie an einzelnen Punkten Erläuterungen zu dem Barockbau, seinen früheren Bewohnern oder auch Ausstellungsstücken erhalten.

 

Die Siebtklässler führte ein Geschichtsprojekt jetzt in den erhaltenen Ostflügel des Zerbster Schlosses, wo sie mittels verschiedener Handy-Apps in die Vergangenheit der Fürsten eintauchten.   (Foto: Daniela Apel)

 

Nicht zuletzt nutzte der Geschichtslehrer Augmented Reality, eine 3D-Visualisierung, die seit dieser Saison die fast komplett zerstörte Fürstenresidenz wieder auferstehen lässt. Zumindest im Bild nimmt das komplette Schloss wieder Gestalt an. Auch drei Räume im Inneren des Ostflügels – das Hauptaudienzzimmer, das Blaue Kabinett und das Schreibkabinett – sind auf diese Weise in ihrem ursprünglichen Aussehen zu erleben. Benötigt werden nur ein Handy und ein QR-Code und schon lassen sich die optischen Rekonstruktionen sogar fotografieren.

 

In Gruppen aufgeteilt tauchten die beiden siebten Klassen so an zwei Vormittagen in die Vergangenheit ein – befassten sich mit den Schlossherren sowie der Errichtung und Nutzung sowie Zerstörung und Rettung des Barockbaus – eine Zeitreise, die jeder, der sich die genannten Apps herunterlädt, übrigens selbst antreten kann.

 

Unterstützt wurden die Schüler und Steffen Jindra von Mitgliedern des Fördervereins Schloss Zerbst. Aber auch Pfarrer Albrecht Lindemann konnte für das Projekt gewonnen werden, war die Bartholomäikirche, in der die Fürstensärge ruhen, doch eine weitere Station genauso wie die Stadthalle – hier in der ehemaligen Reithalle empfing Dagmar Kluge von der Stadtverwaltung die Schüler.

 

 

Volksstimme

September 2024

Datum

Information

Quelle

 

 28.09.24

bzw.

12.10.24

 

Ciervisti bietet besondere Nachhilfe an - Rotary Club Zerbst unterstützt erneut Lernpatenschaften an der Ganztagsschule (Von Daniela Apel)

 

"Ich möchte gern helfen", sagt Fiona-Marie Heinze. "Und der Vorteil ist, man wiederholt den Stoff selbst nochmal. Das ist eine gute Vorbereitung für die Prüfungen", ergänzt die Zehntklässlerin. Deshalb übernimmt sie nun erneut eine Lernpatenschaft. Laura Schulze aus der Fünften ist in diesem Schuljahr ihr Schützling.

 

Wenn Jugendliche Gleichaltrigen oder Jüngeren Nachhilfe erteilen, profitieren beide Seiten von dem Engagement, das bereits seit 2008 an der Zerbster Ganztagsschule Ciervisti mit Unterstützung des Rotary-Clubs praktiziert wird. "Schüler helfen Schülern" heißt das Projekt, das Dietrich Landmann mit initiiert hat und seither begleitet – diesmal erneut in der Funktion des amtierenden Clubpräsidenten.

 

Zum offiziellen Auftakt des diesjährigen Projektes "Schüler helfen Schüler" fand die Unterzeichnung der Verträge statt – hier durch Charlotte Luksch (rechts, 7a), die die Lernpatenschaft für Pia Leonie von der Weiden (5c) übernimmt. (Foto: Daniela Apel)

 

Vertrag regelt die Details

Jede Woche, und zwar immer dienstags in der sechsten Stunde treffen sich die Schüler, um gemeinsam Gleichungen zu lösen, Vokabeln zu pauken oder Themen zu vertiefen. Aus den Klassen 7, 8 und 10 sind die jungen Nachhilfelehrer, ihre Schützlinge fast alle aus Klasse 5. Insgesamt zwölf Lernpatenschaften sind es bislang, nach den bevorstehenden Herbstferien könnten noch zwei dazukommen, bemerkt Lehrerin Heike Koch. Sie betreut seit 2023 das Projekt zur Lernförderung, bei dem ganz nebenbei auch soziale Kompetenzen geschult werden.

 

Jede Nachhilfestunde vergütet der Rotary Club mit jeweils 5 Euro. Das ist in den Verträgen festgehalten, die genau regeln, wozu sich die Nachwuchslehrer verpflichten. Die Unterzeichnung fand jetzt zum offiziellen Auftakt der inzwischen 17. Runde des außerunterrichtlichen Angebotes statt, für das Dietrich Landmann den Teilnehmern viel Erfolg wünschte. Ein Mutmacherlied gab es derweil von der Klasse 5a, die ein kurzes musikalisches Programm gestaltete.

 

 

Volksstimme

bzw.

General-Anzeiger




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