Das Jahr 2025 im Rückblick
Januar 2025
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23.01.25 |
Erlebnisreiches Kennenlernen (Von Daniela Apel)
Mit verblüffenden Experimenten, flotten Rhythmen und kreativen Mitbringseln sorgte die Zerbster Ganztagsschule Ciervisti für nachhaltigen Eindruck bei gut 80 Viertklässlern. Diese genossen sichtlich den Tag der offenen Tür, der nach der gelungenen Premiere im vorigen Jahr gestern zum zweiten Mal vormittags stattfand. Bei dem erlebnisreichen Angebot warteten sechs verschiedene Stationen auf die Mädchen und Jungen, die derzeit noch die einzelnen Grundschulen in Zerbst, Lindau, Dobritz, Steutz und Walternienburg besuchen.
Bald steht für sie ein aufregender Wechsel bevor – entweder ans Gymnasium oder eben an die Sekundarschule. Kirsten von Mandel rechnet momentan mit drei fünften Klassen, "vielleicht auch vier", sagt die Schulleiterin von Ciervisti. Was die Mädchen und Jungen hier erwartet, davon erhielten sie einen anschaulichen Eindruck beim Reinschnuppern in die Fächer Chemie, Physik, Musik, Kunst und Sport. Auch die Schulsozialarbeiterinnen stellten sich vor bei diesem Kennenlerntag, der in dieser Form nur dank engagierter Kollegen möglich ist, wie von Mandel betonte.
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Volksstimme |
Februar 2025
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20.02.25 |
Das sind die Rechen-Künstler der Ciervisti-Schule - Bei interner Mathe- Olympiade war vor allem logisches Denken gefragt (Von Daniela Apel)
Mathe lässt so manchen verzweifeln. Doch es gibt sie – die begeisterten Zahlenfans, denen es Spaß macht, knifflige Aufgaben zu lösen, und das ganz ohne Taschenrechner, nur mit Köpfchen. An der Zerbster Ganztagsschule Ciervisti wurden die Besten von ihnen nun geehrt. Gemeinsam mit ihrem Mathekollegen Ingo Klemt nahm Andrea Schulze die Auszeichnung der Rechenkünstler 2025 vor.
Am vorletzten Unterrichtstag vor den Weihnachtsferien hatten sich 57 Mädchen und Jungen freiwillig der schulinternen Mathe-Olympiade gestellt, die inzwischen seit 2008 Tradition ist – nur Corona sorgte für eine Zwangsauszeit. Die Fragen, die sich Andrea Schulze und Ingo Klemt jeweils für die Klassenstufen 5 bis 7 sowie 8 bis 10 ausdenken, gleichen Knobelaufgaben, bei denen jeder auch durch systematisches Probieren zur Lösung gelangen kann. Der Weg dorthin muss allerdings nachvollziehbar aufgeschrieben werden. "Die Schüler sollen beweisen, dass sie in der Lage sind, ihr mathematisches Grundwissen in alltäglichen Situationen anzuwenden", erläutert Andrea Schulze.
Neben den Platzierten in den einzelnen Jahrgängen wurden erneut ebenfalls die Schulsieger gekürt. In Klassenstufe 5 bis 7 belegte Marlon Enke (6a) den ersten Platz, gefolgt von Raphael Genski (7a) und Lilly Albrecht (7a). In Klassenstufe 8 bis 10 setzte sich Leon Mankewitz (10a) an die Spitze, während Billy Dademasch (10c) auf Platz 2 landete und Marvin Bischoff (8b) auf dem Dritten.
Die besondere Auszeichnung "Mathematiker des Jahres", die diejenigen bekommen, die bereits wiederholt zu den Schulsiegern gehören, erhielten Raphael Genski und Billy Dademasch in Silber. Die ausgereichten Preise, Medaillen, Urkunden und T-Shirts sponserte wieder der Förderverein der Schule, der durch die Lehrerin Anne Handrich vertreten war.
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Volksstimme |
März 2025
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28.03.25 |
Schüler erkunden Lebenswelten (Von Petra Wiese)
Bei der Berufsorientierung setzt das Landesprogramm "BRAFO" in der 7. Klasse an und begleitet die Schüler bis zum Bewerbungsprozess. Siebtklässler der Zerbster Ciervisti-Schule haben gerade die erste Phase absolviert.
Das Landesberufsorientierungsprogramm "BRAFO – Berufswahl Richtig Angehen Frühzeitig Orientieren", soll Schülern bei der Berufswahl helfen. 2022 neu aufgelegt und gefördert aus Mitteln der Europäischen Union des Landes Sachsen-Anhalt, aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit sowie durch das Bundesbildungsministerium, begleitet das Programm die Schüler über mehrere Schuljahre. Los geht es in der 7. Klasse im zweiten Schulhalbjahr. Die Siebtklässler der Zerbster Ganztagsschule Ciervisti haben gerade die erste Phase absolviert.
Im ersten Schritt geht es darum, die eigenen Interessen zu entdecken, Schwächen und Stärken zu erkennen und Kompetenzen zu erkunden. BRAFO-Partner sind in Zerbst die VHS-Bildungswerk GmbH und in Dessau die BAVW (Berufliches Ausbildungs- und Vorbereitungswerk) gGmbH. "Zu uns kommen die Schüler der Ciervisti-Schule, der Schule am Heidetor, der Förderschule Güterglück und auch die Roßlauer Schüler", erläutert Jutta Möhring, Standortverantwortliche in Zerbst und Programmkoordinatorin.
Tätigkeiten ausprobieren Sechs Tage umfasst die Startphase für die Siebtklässler. Nach dem Einführungstag zum Projekt hatten die Mädchen und Jungen vier Tage Zeit, um in unterschiedliche Lebenswelten einzutauchen. Die Lebenswelten werden unterschieden in Mensch und Natur/Technik, Mensch und Mitmenschen, Mensch und Kultur sowie Mensch und Information/Wissen. In diesen Lebenswelten gibt es verschiedene Tätigkeitsfelder. Je ein Tätigkeitsfeld aus jeder Lebenswelt können die Schüler während des Projektes ausprobieren.
In Gruppen von maximal acht Schülern werden die einzelnen Tätigkeitsfelder angegangen. Zwischen sechs und acht Ausbilder sind täglich am Start. Da geht es zum Beispiel um Werbung und Marketing, um Recycling, oder die Schüler lernen im Sozialkaufhaus etwas über Einkaufen und Verkaufen. Wieder andere versuchen kreativ tätig zu sein, beim Schreiben einer Geschichte, die am Ende als Tischtheater mit Miniaturkulisse aufgeführt wird. "In der Küche sind die Schüler gerne", erzählt Jutta Möhring, da wird gemeinsam gekocht, eingedeckt und bewirtet und natürlich auch gegessen. Die kleinen Hocker, die in der Holzwerkstatt entstehen, dürfen die Schüler mit nach Hause nehmen.
Unterstützung bekommt das Bildungswerk bei der Durchführung des Programmes beispielsweise auch durch die Polizei. Der Regionalbereichsbeamte Holger Sticherling stellte den Siebtklässlern vor, was alles zum Polizeidienst gehört, welche Möglichkeiten es gibt, informierte über die Angebote, sich an der Polizeischule alles anzuschauen, etc. Wer wollte, durfte sich mal die Schutzweste überziehen und den Helm aufsetzen.
Eine erste Empfehlung Für die Gruppe, die zum Zerbster Gemüse raus fährt, geht es um Pflanzenanbau. Elektrotechnische Einblicke gibt es bei KD Elektroniksysteme. Während der BRAFO-Woche stellt sich auch schon mal die Berufsberaterin für die jeweilige Schule vor, für Ciervisti ist das Silke Beck, die dann in der letzten BRAFO-Phase in Klasse neun und zehn Unterstützung im Bewerbungsprozess gibt.
Das neue Konzept beruht auf dem vorangegangenen, ist aber umfangreicher, da es sich von der 7. bis zur 9. Klasse erstreckt, so Jutta Möhring. Nach dem Erkunden der Tätigkeitsfelder gibt es eine Fremdeinschätzung von den Ausbildern, erläutert sie. Zum Ausgabedokument gehört außerdem eine Selbsteinschätzung, die die Schüler am Computer erstellen. Gemeinsam mit jedem Schüler wird das ausgewertet, so dass im Ergebnis der BRAFO-Woche eine Lebenswelt für den Schüler empfohlen wird. Meistens stimmt diese mit den Interessen des Schülers überein, hat die Programmkoordinatorin die Erfahrung gemacht.
"Der überwiegende Teil kommt gerne zu uns", sagt sie. Den meisten gefalle es, statt Unterricht, mal was anderes auszuprobieren. Ein Ergebnis der Woche kann auch sein, dass man feststellt, dass eine Tätigkeit nicht für einen in Frage kommt. Auch das helfe bei der späteren Berufswahl. Noah Oertel hat in der BRAFO-Woche zwar die Holzbearbeitung am meisten Spaß gemacht, doch seine beruflichen Vorstellungen gehen ganz klar in eine andere Richtung. Er möchte Kfz-Mechatroniker werden. Dennoch fand er die Woche gut: "Man bekommt mal einen Eindruck von Arbeit."
In Klasse acht geht es dann weiter mit Betriebserkundungen und Werkstatttagen und einem ersten Betriebspraktikum. Für die Neuntklässler stehen dann eine Kompetenzfeststellung und ein zweites Betriebspraktikum auf dem Plan, bevor der Bewerbungsprozess beginnen kann.
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Volksstimme (gekürzt) |
April 2025
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12./13.04.2025 |
Gestaltung des Schulhofes steht noch aus (gme)
Wann die Außenanlage der Ciervisti-Außenstelle in Angriff genommen wird.
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General-Anzeiger |
Mai 2025
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20.05.25 |
Die Zehnten feiern das Ende (Von Thomas Kirchner)
Seit vielen Jahren ist es Brauch, dass die Schüler der Abschlussklassen – auch an der Sekundarschule Ciervisti – an ihrem letzten regulären Schultag in farbenfrohen Gewändern, mit kreativer Gesichtsbemalung, geschmückten Rädern und viel Getröte auf sich aufmerksam machen, so wie gestern in der Zerbster Innenstadt geschehen.
Nach einem Stopp an der Schwimmhalle standen unter anderem die Grundschulen auf ihrer Reiseroute. Und natürlich stand auch eine große Party auf dem Programm, wie die Zehntklässler berichtet haben, denn schon bald werden sich höchstwahrscheinlich ihre Wege trennen. Stattfinden sollte diese an der Zerbster Kiesgrube, ein beliebter Ort für die Abschlussklassen, vielleicht ja auch für spätere Treffen – nach zehn, 20 oder 25 Jahren.
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Volksstimme |
Juni 2025
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19.06.25 |
Schulhofbau verschoben (Von Thomas Kirchner)
Eigentlich sollte für die Ciervisti-Schüler in den Sommerferien ein attraktiver Aufenthaltsort für die Pausen geschaffen werden. Doch nun ist der Zeitplan für die Neugestaltung ungewiss.
Seit fast zwei Jahren können die Neunt- und Zehntklässler der Zerbster Ganztagsschule Ciervisti das Kasernengebäude am einstigen Frauenkloster auf der Breite wieder nutzen – und das frisch saniert und mit digitalen Tafeln ausgestattet. Rund 2,45 Millionen Euro – darunter 2,2 Millionen Euro Fördermittel – flossen in den zweiten Standort der Schule, die sich in Trägerschaft des Landkreises Anhalt-Bitterfeld befindet.
Was noch aussteht, ist die Neugestaltung der Außenanlagen, des Schulhofes. Dies sollte mit Beginn der nahenden Sommerferien starten – eigentlich. Doch wie Kreistagsmitglied Dirk Tischmeier (AfD) kürzlich im Zerbster Bauausschuss informiert hat, werde daraus wohl nichts, so seine Informationen auf Nachfrage im Bauausschuss des Landkreises. "Eine Begründung konnte mir allerdings niemand liefern", wie Tischmeier anmerkte.
Attraktives Umfeld schaffen "Die Neugestaltung des Schulhofes soll gemeinsam mit der städtischen Maßnahme im hinteren Bereich des Amtshofes geplant, beantragt und möglichst auch ausgeführt werden. Bei der städtischen Maßnahme ist jedoch ein RZBau-Antrag beim Land erforderlich", schreibt Uta Moritz von der Fachdienstleitung Hochbau der Landkreisverwaltung auf Nachfrage.
Hintergrund: Die RZBau – die Richtlinien für die Durchführung von Zuwendungsbaumaßnahmen – sollen zu einer Beschleunigung des gesamten Ablaufs beitragen. Dem Ziel der Stärkung der Wirtschaftlichkeit wird insofern Rechnung getragen, wenn auch im Zuwendungsbereich die Methode der kostenorientierten Planung durch frühzeitige Festlegung eines Budgets Anwendung findet. Darüber hinaus sollen für die vom Bund geförderten Bauvorhaben die Prinzipien der Nachhaltigkeit handlungsleitend sein.
"Die dazu erforderliche Einholung einer denkmalrechtlichen Genehmigung bedurfte vorab einer denkmalrechtlichen Rahmenplanung des gesamten umlaufenden Stadtmauerbereiches. Beides liegt nun vor. Jetzt wartet die Stadt auf die Genehmigung der Fördermittel nach baufachlicher Prüfung des detaillierten Antrages nach RZBau durch das Land", teilt Moritz mit. Die Ausschreibung, die ausschließlich den Start der Restarbeiten am Kasernengebäude sowie die Außenanlagen der Schule betreffen, erfolge Anfang Juli.
Geplant sind Abdichtungsarbeiten im Sockelbereich des Kasernengebäudes, die Umverlegung von fünf Parkplätzen aus dem Wurzelbereich der dortigen mächtigen Eiche, der Abbruch von versiegelten Betonflächen, Pflasterarbeiten, Anpassungen der Regenentwässerung, Anpassungsarbeiten an der Zugangstreppe, die Errichtung eines Fahrradunterstandes und einer Müllplatzumhausung sowie das Aufstellen von Abfallbehältern und einer Tischtennisplatte sowie eine Baumbank und weitere Sitzmöglichkeiten.
"Aus baufachlicher Sicht ist es sinnvoll, die Maßnahme mit der durch die Stadt geplanten Gestaltung abzustimmen, sodass die Baufahrzeuge nicht über eine bereits sanierte Fläche fahren müssen", kommentiert Landrat Andy Grabner (CDU) die Verschiebung der Baumaßnahme.
Fassadenarbeiten am Bauamt Natürlich hätte er gern am geplanten Umsetzungszeitraum Juli/August festgehalten. "Bestenfalls starten wir nun in den Oktoberferien. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler eine vernünftige Pausenfläche bekommen und sich vom Unterricht erholen können. Wir investieren hier noch einmal etwa 270.000 Euro", betont der Landrat.
Wie aus dem Zerbster Bau- und Liegenschaftsamt zu hören ist, soll demnächst die Fassade des Klausurgebäudes auf der Schulhofseite des ehemaligen Klosterkomplexes neugestaltet werden. Hier müsse ein Gerüst gestellt werden. Hier sei es sinnvoll, erst die Arbeiten am Gebäude des Bauamtes abzuschließen, ehe mit der Gestaltung des Schulhofes begonnen wird.
"Aktuell laufen Abstimmungen mit der Denkmalpflege zur Ausführung der Fassadensanierung. Die Kosten sind für 2026 eingeplant, der Planungsvorlauf soll in diesem Jahr realisiert werden und mit der Umsetzung soll begonnen werden, sobald es möglich ist. Fördermittel sind dafür nicht eingeplant", informiert Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD).
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Volksstimme |
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23.06.25 |
Start ins Abenteuer Zukunft (Von Thomas Kirchner)
Mehr als 100 junge Erwachsene aus der Zerbster Ciervisti-Schule und des Francisceums haben am Wochenende neben den Abschlusszeugnissen auch viele Tipps mit auf den Weg bekommen.
Maler und Lackierer, Berufssoldat, ein freiwilliges soziales Jahr, Fachabitur, Besuch von Highschool und College in den USA – Pläne haben die Absolventen der Ciervisti-Abschlussklassen viele, wie Schulleiterin Kirsten von Mandel berichtet. "Nahezu alle Absolventen haben etwas gefunden, ob einen Ausbildungsplatz oder der Besuch weiterführender Schulen. Zur Wahrheit gehört aber wie immer auch, dass einige Schüler ihr Potenzial nicht genutzt haben", sagte die Schulleiterin.
"Alle, denen das bis zum heutigen Tag noch nicht so gut gelungen ist, sollten diesen Neuanfang als Chance sehen, etwas zu verändern und besser zu machen", wandte sie sich in ihrer Festrede auf das vorhandene Potenzial anspielend an die Absolventen. Dazu gehöre vor allem Mut, Kraft und Zuversicht. "Davon wünsche ich euch allen eine XXL-Portion", betonte die Schulleiterin.
Flexibilität ist gefragt Von Mandel: "Ihr verlasst heute einen Safe Room, in dem es Strukturen, Regeln und Sicherheit gab. Und glaubt mir, es war nirgendwo unkomplizierter, als in der Schule seinen Schulabschluss zu machen. Alles, was man später irgendwann nachholen muss, wird schwerer. Ab jetzt interessiert es niemanden, ob ihr einen schlechten Tag habt oder Stress mit Freunden, wenn ihr euren Job nicht macht. Und Work-Life-Balance wird in den nächsten Jahren für die Wenigsten von euch eine Rolle spielen."
Aus den kleinen Fünftklässlern seien junge Erwachsene geworden, die hoffentlich gut vorbereitet sind, für ihre Zukunft Verantwortung zu übernehmen, dass sie bereit seien, dazuzulernen und sich weiterzuentwickeln. "Die Welt verändert sich rasend schnell und Ihr müsst flexibel und anpassungsfähig sein. Stellt Euch vor, Ihr wärt ein Smartphone – regelmäßige Updates sind notwendig, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. In diesem Sinne wünsche ich Euch alles erdenklich Gute für Euer Abenteuer Zukunft", gab von Mandel ihren scheidenden Schützlingen mit auf den Weg.
Ebenso wie die Schulleiterin ließen auch die jungen Erwachsenen ihre Schulzeit Revue passieren, erinnerten an schöne und stressige Zeiten, an Klassenfahrten und Prüfungsstress und präsentierten auch die eine oder andere Anekdote zum Schmunzeln. Vor allem aber dankten die jungen Leute ihren Eltern, der Familie, den Freunden und ihren Lehrern für all die Geduld und Weisheiten, die sie ihnen mit auf den Weg geben.
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Volksstimme (gekürzt) |
August 2025
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09.08.25 |
Ciervisti sucht "Weltenretter" (Von Thomas Kirchner)
Insgesamt 230 Lehrer fehlen momentan in Sachsen-Anhalts Schulen, darunter auch einige in der Sekundarschule in Zerbst. Die Elternratsvorsitzende beschreibt die Situation als dramatisch.
"Rette jeden Tag ein Stück der Welt – als Lehrkraft in Sachsen-Anhalt", so buhlt das Kultusministerium in Magdeburg auf der Webseite www.weltenretter.online um neue Lehrer für die Schulen im Land – auch für die Zerbster Sekundarschule Ciervisti. Hier gibt es Stellenausschreibungen für die Fächer Physik, Englisch, Sport und Wirtschaft. Insgesamt sind laut Webseite 230 Stellen in Sachsen-Anhalt ausgeschrieben, über alle Schulformen hinweg.
"Die Ferien sind zu Ende und am Montag beginnt wieder der Unterricht. Nur in welchem Umfang und in welcher Form dieser stattfinden wird, das bereitet uns Sorge", sagt Schulelternratsvorsitzende Ramona Schondorf. Wenn sie das vergangene Schuljahr Revue passieren lässt, sieht sie nicht nur den Ausfall von Stunden. "Es kam vor, dass meine Kinder ganze Tage zu Hause waren", beschreibt sie die Situation.
Dramatische Situation Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung konnte im Jahr 2023 die Hälfte aller Schulen mindestens eine Stelle nicht besetzen, in 17 Prozent der Schulen waren gar drei oder mehr Stellen betroffen. Angesichts solcher Zahlen kann es nicht überraschen, wenn an unzähligen Schulstandorten Notmaßnahmen nicht mehr die Ausnahme sind, sondern die Regel: Unterricht fällt aus, weil im Krankheitsfall keine Vertretung verfügbar ist. Lehrkräfte machen Überstunden, Klassenstärken werden angehoben, die in amtlichen Stundentafeln vorgegebene Unterrichtsstundenzahl reduziert.
Das ist so ziemlich genau die Situation, die auch Ramona Schondorf beschreibt. "Zwei Klassenleiter fehlen, Englischunterricht in den 5. Klassen steht auf der Kippe, die Stunden in Deutsch sollen gekürzt werden. Und das sind nur Beispiele, ist die Basis. Da ist Krankheit noch nicht einmal eingeplant. Ich sehe die Lage nicht nur als Mutter, sondern auch als Unternehmerin als dramatisch an und frage mich, wie es weitergehen soll", macht Ramona Schondorf deutlich.
Schondorf sieht selbst keine Lösung. "Und ich weiß auch, dass die Politik keine Lösung hat. Gerade das macht die Situation so dramatisch. In meinen Augen wird hier mit der Zukunft unserer Kinder gespielt. Das Schlimme ist, dass man an einen Punkt kommt, wo man verzweifelt und eigentlich nichts mehr tun kann. Es fehlen die Ideen, die Frustration wächst, auch bei den Lehrkräften, die noch dabei sind und täglich ihr Bestes geben", so ihr Empfinden.
Mehr Schüler als 2024/25 Es gebe zwar Vertretungsstunden, "allerdings häufen sich die Ausfälle. Und das betrifft nahezu alle Fächer. Ganz heikel wird es, wenn die Abschlussklassen ihre Prüfungen ablegen müssen. Da sind dann so ziemlich alle Lehrkräfte eingebunden, sodass die Ausfälle nochmal ansteigen", erklärt Schondorf.
Das bestätigt auch Schulleiterin Kirsten von Mandel. "Der Fokus liegt während der Vorbereitung und den Prüfungen natürlich bei den Abschlussklassen. Dazu kommt, dass die Schülerzahl in diesem Schuljahr noch einmal steigen wird, von 560 im letzten auf etwas mehr als 580. Das macht es nicht einfacher", weiß auch die Schulleiterin. 25 Schüler kämen aus dem Gymnasium zurück, aus allen Klassenstufen, die verteilt werden müssen. 24 Klassen gebe es 2025/26 insgesamt.
Lösung für Prüfungsaufsicht "Bei der Prüfungsbeaufsichtigung kann man sicher auch andere Lösungen finden, statt dafür wichtige Lehrkräfte abzuziehen", sagt Schondorf. Sie sei an einem Punkt, sich nicht mehr aufzuregen. "Es bleibt einem eigentlich nur noch, und das empfehle ich auch allen anderen Eltern, seinen Kindern beizubringen, eigenständig zu lernen, denn Hilfe von außen bekommt man wohl kaum. Kinder, die den Willen haben zu lernen, haben vielleicht noch eine Chance, Kinder mit Lernschwächen drohen völlig unterzugehen", befürchtet die Elternratsvorsitzende.
Ramona Schondorf hat selbst zwei Söhne, die die Ciervisti besuchen, der Jüngere jetzt in der 8. und der Ältere in der 9. Klasse. "Man will die Kids auch nicht ständig drangsalieren oder unter Druck setzen. Ist man dann noch berufstätig, macht es das Ganze nicht einfacher. Es ist immer ein Drahtseilakt, die Kinder zu motivieren, auch selbstständig zu lernen", weiß sie aus Erfahrung.
Jede Lehrkraft ist wichtig "Unsere Schulen brauchen Menschen, die mit Leidenschaft und Kompetenz unterrichten – und wir wissen, wie wertvoll jede einzelne Lehrkraft für unsere Gesellschaft ist. Deshalb schaffen wir attraktive Perspektiven für grundständig ausgebildete Lehrkräfte und Lehrkräfte im Seiteneinstieg gleichermaßen", schreibt Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel (CDU), selbst Gymnasiallehrer, in einer Pressemitteilung.
Ob allerdings schmeichelnde Worte ausreichen, um Lehrkräfte nach Sachsen-Anhalt zu locken, dass bleibt abzuwarten, denn die Situation an den Schulen ist in vielen Bundesländern ähnlich – und alle locken mit besonderen Annehmlichkeiten.
Das Dilemma beim Locken mit attraktivem Gehalt und einer Wohnung: Stopft man in Berlin oder Schwerin ein Loch, reißt man in Braunschweig, Zerbst oder anderswo ein neues auf – und eine Entspannung der Lage ist bis auf weiteres nicht in Sicht, so die düstere Prognose.
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19.08.25 |
Abschluss in der Tasche – und dann? Berufsorientierungsmesse an der Zerbster Ciervisti-Schule gibt Antworten (Von Daniela Apel)
Unter dem Motto "Probiere dich aus – mach was draus!" findet am 2. September in der Zerbster Sekundarschule Ciervisti wieder eine Berufsorientierungsmesse statt. Es ist die vierte Auflage der Veranstaltung, die stets zusammen mit der Agentur für Arbeit organisiert wird. Es handelt sich um ein Angebot an alle Schüler ab Klasse 8, womit ebenfalls Jugendliche anderer Schulen angesprochen sind.
Zwischen 16.30 und 18 Uhr werden sich nicht nur Firmen verschiedener Berufszweige, sondern ebenfalls Behörden und Berufsschulzentren im Schulgebäude und auf dem Schulhof präsentieren. Mehr als 20 Unternehmen aus Handwerk, Handel, Pflege, Gesundheit und Soziales, Forst und Landwirtschaft sowie der Dienstleistungsbranche haben sich angemeldet und werden ihre Ausbildungsberufe vorstellen. Bundeswehr und Polizei sind auch mit dabei. Mit Getränken und Snacks ist für das leibliche Wohl während der Veranstaltung gesorgt, zu der interessierte Eltern und Großeltern genauso eingeladen sind.
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