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Januar 2021

Datum

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Quelle

 

15.01.21

 

Homeschooling: Eine Herausforderung für alle (Von Daniela Apel)

 

In Anbetracht des aktuellen Infektionsgeschehens bezweifelt Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU), dass bereits im Februar wieder Präsenzunterricht stattfindet.


Nur Abschlussklassen haben Präsenzunterricht

 

Tatsächlich ist es in diesen Tagen vergleichsweise ruhig in den Schulen der Einheitsgemeinde Zerbst. Nur für die Abschlussklassen gibt es den regulären Unterricht – zumindest fast. Im Francisceum sind die vorhandenen Räume ausreichend groß, um die insgesamt 55 Zwölftklässler zeitgleich auf Abstand zu unterrichten, wie Gymnasiumsleiterin Veronika Schimmel berichtet.

 

Nur die Abschlussklassen wie die Zehntklässler der Ganztagsschule Ciervisti werden derzeit in den Schulen unterrichtet – auf Abstand und mit Maske. (Foto: Gerhard Block)

 

Anders schaut es hingegen an der Ganztagsschule Ciervisti aus. "Wir haben die drei zehnten Klassen mit insgesamt 61 Schülern und die 16 Hauptschüler aus den neunten Klassen jeweils geteilt", schildert Schulleiterin Kirsten von Mandel. Im täglichen Wechsel sind die Gruppen vor Ort – das heißt, während die einen zu Hause via Moodle lernen, drücken die anderen die Schulbank. Der 17-jährige Joel Wendler ist froh über diese Möglichkeit. "Hier im Unterricht können die Lehrer mehr auf unsere Fragen eingehen und alles genauer erklären", findet der Hauptschüler. Denn er würde sich gern für die zehnte Klasse qualifizieren, um vielleicht doch den Realschulabschluss zu schaffen genauso wie Kevin Heyer. Der 14-Jährige hat wie viele Schüler die Hoffnung, dass "wir bald wieder zur Normalität zurückkommen". Denn die jetzige Situation verlangt vor allem den Kindern eine ganze Menge ab.

 

 

Volksstimme

(gekürzt)

 

23.01.21

 

Digitalpakt: 165 Laptops für Zerbster Schulen (Von Thomas Kirchner)

 

Anfang Oktober hat Anhalt-Bitterfeld insgesamt 1124 Schüler-Laptops bekommen. Alle 23 landkreiseigenen Einrichtungen werden damit versorgt, auch wenn nicht in dem Umfang, wie sich die Schulleiter das gern wünschen. Finanziert wurden die Geräte aus dem Digitalpakt Schule des Bundes. "Wir konnten allerdings erst Ende November mit der Verteilung der Geräte an die Schulen beginnen", sagte Landrat Uwe Schulze (CDU) zu Beginn der Woche bei der Übergabe von 70 Laptops an das Francisceum.

 

Die Laptops seien aber ohne die benötigten Office-Pakete geliefert worden. "So mussten EDV-Spezialisten des Landkreises vor dem Versand an die Schulen noch die entsprechende Software auf alle Laptops spielen. Das kostet Zeit. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits mehr als die Hälfte der Laptops – im Übrigen inklusive Taschen – verteilt", so Schulze. Er schätzt, dass alle Geräte bis spätestens Ende Februar an die restlichen Schulen verteilt werden können.

 

Kirsten von Mandel, Schulleiterin der Sekundarschule Ciervisti, freut sich zwar über die Laptops, die ihr in den nächsten Tagen geliefert werden, doch sie hat neben dem lachenden auch ein weinendes Auge.

 

Noch 100 Ciervistischüler ohne Laptop

Insgesamt 71 Geräte wird die Schulleiterin für ihre Schützlinge bekommen. "Bei unseren Schülern sind es etwa ein Drittel, die über kein eigens entsprechendes Gerät verfügen", sagt von Mandel. Bei rund 520 Schülern sind das immerhin mehr als 170. "Also bleiben immer noch 100 Kinder und Jugendliche, denen kein Laptop oder Ähnliches zur Verfügung steht", so von Mandel.

 

Viele Schüler nutzten ihre Smartphones. "Und dann gibt es noch die Schüler, die ihre Aufgaben in Papierform abholen, also gar kein Gerät zur Verfügung haben", sagt von Mandel. Darum sei an ihrer Schule geplant, dass sich Schüler bei der Nutzung der Laptops abwechseln. "So hat dann jeder die Möglichkeit, wenigstens zeitweise vernünftig zu arbeiten", betont Kirsten von Mandel.

 

Ein weiteres, ihrer Meinung nach nicht geklärtes Problem sei die Wartung und Kontrolle der Laptops. "Werden die Geräte auch nur dafür genutzt, wofür sie ausgegeben wurden? Was ist mit Updates oder Schadsoftware und Viren? Diese Kontrollen und die Wartung können wir personell einfach nicht leisten", erklärt von Mandel, "abgesehen von den teilweise noch immer nicht vorhandenen oder oft noch instabilen Internetverbindungen."

 

Datenautobahn noch mit Lücken

Von letzterem kann auch Veronika Schimmel ein Lied singen. Denn in beiden Bildungseinrichtungen kommen die Schüler aus der gesamten Einheitsgemeinde, wo die Datenautobahn teilweise immer noch unbefahrbar oder zumindest sehr holprig ist.

 

Auch die beiden Förderschulen der Einheitsgemeinde "Am Heidetor" und "Heinrich-Ernst-Stötzner" in Güterglück profitieren von der Lieferung. Beide Einrichtungen haben je zwölf Laptops bekommen.

 

 

Volksstimme

(gekürzt)

Februar 2021

Datum

Information

Quelle

 

 20.02.21

 

Lehrermangel: Werben um Lehrer ... (Von Daniela Apel)

 

Der Lehrermangel ist auch in Zerbst noch ein Dauerproblem. Die Lage ist zwar entspannter, aber der Bedarf besteht noch immer.

 

In ganz Sachsen-Anhalt mangelt es seit geraumer Zeit an ausreichend Lehrern. Um die Lücken zu schließen, startet das Land regelmäßig neue Ausschreibungsrunden. Nun läuft die nächste, Bewerbungsfrist ist der 14. März. Insgesamt 1000 Stellen sollen bis zum kommenden Schuljahr besetzt werden, wie aus der Pressemitteilung des Bildungsministeriums hervorgeht. Das erste Mal unterstützen sogar Personalberatungsagenturen bei der Lehrergewinnung – gezielt sollen diese auch im Ausland und nach Seiteneinsteigern suchen.

 

Fast alle Schulen in Zerbst in Stellenliste

In der konkreten Stellenliste finden sich fast alle Schulen der Einheitsgemeinde Zerbst wieder. Für die Sekundarschule Ciervisti werden gleich vier Lehrer gesucht und zwar für die Fächer Biologie oder Chemie, Geografie, Französisch und Sport. "Hoffentlich sind sie erfolgreich", sagt Kirsten von Mandel. Denn während die Schülerzahlen steigen, nimmt die Zahl der Lehrer unter anderem dadurch ab, dass einzelne in den Ruhestand wechseln.

 

"Tatsächlich könnten wir acht Lehrer gebrauchen", konstatiert die Schulleiterin beim Blick auf die mehr als 200 offenen Stunden und die 546 Schüler, die voraussichtlich ab September Ciervisti besuchen. "So viele waren eigentlich erst für das Jahr 2025 prognostiziert",sagt Kirsten von Mandel. Sie erzählt, dass es fünf neue fünfte Klassen geben wird – ein Umstand, der noch für eine andere Herausforderung sorgt.

 

Nicht ausreichend Lehrräume

"Da kriegen wir ein richtiges Platzproblem", sagt Kirsten von Mandel. Schon jetzt gibt es am Schulstandort in der Fuhrstraße nicht ausreichend Räume, weshalb der Landkreis Anhalt-Bitterfeld als Träger der Bildungseinrichtung zusätzliche Räume im Gebäudekomplex des einstigen Frauenklosters an der Breite angemietet hat.

 

Im dortigen Kasernenflügel haben inzwischen Sanierungs- und Umbauarbeiten begonnen, um künftig ebenfalls die zweite obere Etage neben den beiden unteren Geschossen nutzen zu können. Allerdings soll die Maßnahme nach jetzigem Stand erst Ende 2022 abgeschlossen sein. Kirsten von Mandel zweifelt, dass der Zeitplan eingehalten wird.
Digitalisierung noch zu unterentwickelt

 

Mit Skepsis betrachtet sie ebenfalls die jetzige Stellenausschreibung. "Ob wir so attraktiv als Standort sind?", fragt sie sich und meint damit nicht die Region an sich. Vielmehr spielt sie auf die Digitalisierung an: "Da sind wir noch im Wald unterwegs. Das ist traurig."

 

Dass das Land jede Möglichkeit zur Anwerbung von Lehrern nutzt, begrüßt Kirsten von Mandel. Um die Stundentafel nicht einkürzen zu müssen, ist pädagogische Verstärkung notwendig. Dringend bräuchten sie einen Sportlehrer, betont die Schulleiterin. Als Überbrückung für das zweite Halbjahr hätten sie nun vorerst einen bekommen. Sie hofft, denjenigen vielleicht vom Bleiben überzeugen zu können. Auch Seiteneinsteiger sind in Ciervisti willkommen. "Da hatten wir bislang Glück", sagt Kirsten von Mandel.

 

 

Volksstimme

(gekürzt)

März 2021

Datum

Information

Quelle

 

12.03.21

 

Bau-Präsentation gerät aus dem Lot (Von Thomas Kirchner)

 

Die Außenstelle der Ciervisti-Schule wird saniert. Landrat Uwe Schulze hat das Vorhaben vorgestellt. Es kam zu hitzigen Diskussionen.


Die Sekundarschule Ciervisti in der Fuhrstraße nutzt das Kasernengebäude des Klosterkomplexes auf der Breite als Außenstelle. Schulträger ist der Landkreis. Der investiert momentan rund 2 Millionen Euro in eine grundhafte Sanierung des Gebäudes. Davon sind etwa 1,6 Millionen Euro Fördermittel zur Verbesserung des Schulinfrastruktur.

 

Eigentlich ein Grund zur Freude. Und deshalb sollte der Termin am Dienstag ein ganz Entspannter werden – abseits von Problemen und Diskussionen um Test- oder Impfzentren, dem Mangel an Impfstoff, Fallzahlen und Sieben-Tage-Inzidenzwerte. Landrat Uwe Schulze hatte zu einem Vor-Ort-Termin eingeladen, um zu verkünden, dass hier schon bald nicht nur gekleckert, sondern geklotzt wird.

 

Elternvertreter machen ihrem Ärger Luft

Es kam anders. Die positiven Nachrichten, die Schulze verkündete, gerieten in den Hintergrund, denn die anwesenden Elternvertreter Silke Lange und Sven Kirchner nutzen die Gelegenheit, um einige unangenehme Fragen und Fakten auf den Tisch zu legen.

 

Doch der Reihe nach. Neben den Elternvertretern waren unter anderem auch Schulleiterin Kirsten von Mandel, Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD), Projektingenieurin Doris Baumgarten und Bärbel Wohmann, Dezernentin für Bau und Umwelt in der Landkreisverwaltung gekommen.

 

Unterrichtsräume werden geschaffen

Auf der Breite sollen künftig die 9. und 10. Klassen unterrichtet werden. "Es ist eine Komplettsanierung des Kasernenflügels vorgesehen", sagte Schulze. Außerdem sei der Anbau eines Treppenturmes vorgesehen, um das zweite Obergeschoss zu erschließen. "Hier sollen ebenfalls Unterrichtsräume geschaffen werden. Ferner wird das Dach neu gedeckt sowie Fenster und Türen erneuert", führte der Landrat aus.

 

Bereits beauftragt seien die Elektroarbeiten und die Installation der Brandmeldeanlage. "Beide Gewerke haben bereits mit der Ausführung begonnen. Im Ausschreibungsverfahren befinden sich Abbruch- und Rohbauarbeiten, Gerüstbau, Dachdecker-Dachklempnerarbeiten sowie Heizung, Lüftung und Sanitär", erläuterte der Landrat. Es sei vorgesehen, dass im April mit den Arbeiten begonnen wir, vorausgesetzt, dass die Ausschreibungen auch zu einem positiven Ergebnis führen.

 

Von rechts: Landrat Uwe Schulze, Schulleiterin Kirsten von Mandel, Hausmeister Tino Voigt, Bürgermeister Andreas Dittmann sowie die Elternvertreter Silke Lange und Sven Kirchner diskutieren über die Probleme, die die Sanierung des Schulgebäudes mit sich bringt. (Foto: Thomas Kirchner)

 

Verzögerungen durch laufendem Schulbetrieb

"Da im laufenden Schulbetrieb saniert wird, kommt es sicherlich auch zu Verzögerungen. Der Umbau und die Sanierung sollen aber trotzdem bis Dezember 2022 abgeschlossen sein", betonte Schulze. Diese Aussage war es letztlich, die die Elternvertreter auf den Plan rief. Bevor sie ihrem Ärger Luft machten, äußerten auch der Rathauschef und die Schulleiterin Bedenken.

 

"Wir haben im Klausurgebäude ähnliche Erfahrungen gemacht, beispielsweise in Sachen Brandschutz. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich im laufenden Schulbetrieb realisiert werden kann", gab Dittmann zu Bedenken. Es seien immerhin massive Eingriffe in die Strukturen. "Ob da wirklich eine Beschulung stattfinden kann, da dürften zumindest Zweifel angebracht. Vielleicht sollte man vorsorglich und frühzeitig mit der Schulleitung über mögliche Alternativen sprechen", machte Dittmann deutlich.

 

Lösungen sind gefordert

Schulleiterin Kirsten von Mandel erinnerte daran, dass sie schon in er E-Mail auf die möglichen Probleme hingewiesen habe. "Vermutlich werden Klassenräume während der Bauphase nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar sein. Dann brauchen wir Lösungen", sagte von Mandel. "Dann werden wir Lösungen finden", entgegnete der Landrat kurz und knapp.

 

Diese Aussage reichte den Elternvertretern offensichtlich nicht. Sie forderten Langzeitlösungen. "Wir reden hier von Kindern, nicht von Figuren oder Gegenständen, die man wahllos und nach Belieben hin und her schieben kann", warf Silke Lange verärgert ein. Sie möge sich nicht vorstellen, dass die Schüler mal hier und mal da unterrichtet werden.
Offene Fragen zum Zeitplan und zu Alternativen

 

Schulze reagierte pikiert und bat darum, erst einmal seine Ausführungen beenden zu dürfen, bevor in eine Diskussion über Raumprobleme eingestiegen werden kann. Doch das hat die Elternvertreter nicht davon abgehalten einige Minuten später weiter nachzuhaken. "Ob es Alternativen gibt, wo unterrichtet wird, wenn der Zeitplan nicht eingehalten werden kann, denn auch die Schülerzahlen werden steigen", will Sven Kirchner wissen.

 

Wie sich die Schülerzahlen entwickeln, könne sie nicht mit 100-prozentiger Sicherheit sagen. "Das hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise die Anzahl der Wiederholer", so die Schulleiterin. Momentan seien es 529 Schüler. "Das erschlägt uns schon. Derzeit gehen wir von 556 plus X Schülern im kommenden Schuljahr aus, ohne die Rückkehrer vom Gymnasium. Die Zahl von 550 Schülern sollte im Jahr 2025 erreicht werden. Da sind wir also jetzt schon", erklärte von Mandel. Im Übrigen würden auch die Lehrer immer weniger "und neue Kollegen sind nicht in Sicht", so die Schulleiterin.


Platzproblem und Lehrerproblem

Hier hakte dann Sven Kirchner wieder ein. Die Eltern, die er vertrete, hätten kein Verständnis, dass immer nur geredet und nicht gehandelt wird. "Wir sprechen hier über unsere Zukunft, auch die Zukunft unserer Region, nämlich über unsere Kinder. Bei den Schülerzahlen haben wir ein Platzproblem, wir haben ein Lehrerproblem und diese Probleme lösen wir nicht, in dem wir ein paar Räume schick machen", machte er seinen Ärger Luft.

 

"Was in diesem Gebäude passiert ist insofern wichtig, dass es erst einmal den Status quo verbessert, indem die Lernbedingungen und das Raumangebot verbessert werden", versuchte der Rathauschef die hitzige Diskussion etwas abzukühlen. Er verstehe den Ärger der Eltern, jedoch sei die Sanierung des Gebäudes zumindest ein Teil der Lösung. Dittmann erinnerte daran, dass es nicht leicht war, die Sanierung des Kasernengebäudes durch den Kreistag zu bringen. Da habe es die unterschiedlichsten Störmanöver gegeben.

 

Entwicklung der Schülerzahlen im Blick behalten

"Deshalb müssen wir eine zweite Baustelle aufmachen: Die Entwicklung der Schülerzahlen, was das für Ciervisti bedeutet und welche zusätzlichen Möglichkeiten müssen kurzfristig geschaffen werden, um die Klassen unterzubringen", machte Dittmann deutlich. Da helfe nicht, dem Landrat jetzt und hier die Sanierung des Gebäudes vorzuwerfen. "Deshalb werbe ich dafür, dass wir jetzt alle ein paar Atemübungen machen", sagte Dittmann mit einem Augenzwinkern.

 

Dittmann warb dafür, dass Schule, das Land Sachsen-Anhalt und der Landkreis gemeinsam beraten und sich verständigen, um zusätzliche Raumkapazitäten zu schaffen, wo natürlich auch die Entwicklung der Schülerzahlen berücksichtigt werden müsse. "Ich wette das es uns gemeinschaftlich schneller gelingt neue Klassenräume zu schaffen, denn Container kann man beispielsweise bestellen, was bei Lehrkräften nicht möglich ist. Sachsen-Anhalt Bildungsminister hat 1000 Lehrerstellen ausgeschrieben und die Martin-Luther-Universität entlässt etwa 150 Lehrer im Jahr. Dieses Problem ist weitaus schwieriger lösbar", betonte Dittmann.

 

Am Ende hat Landrat Uwe Schulze die Elternvertreter zu einer Zusammenarbeit und Gesprächen eingeladen, um Ideen auszutauschen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

 

 

Volksstimme

 

22.03.21

 

Schnelltests: Viel Ungewissheit bei den Schulen (Von Sebastian Rose)

 

Bis Freitag sollten alle Schulen ausreichend Schnelltests für die Schüler haben. An den Zerbster Schulen ist davon wenig zu merken.

 

Eigentlich sollte bereits am 1. März zum Schulneustart jedes Schulkind in ganz Sachsen-Anhalt die Möglichkeit haben, sich zwei Mal in der Woche mit einem Schnelltest auf das Coronavirus zu testen. In den Zerbster Schulen herrscht zurzeit dennoch große Ungewissheit. Wie sieht die Situation in den Schulen aus? Und wie erfolgen die Schnelltests bei den vielen Schulkindern der Region?

 

Auf Nachfrage der Volksstimme beim Gymnasium Francisceum stellt die stellvertretende Schulleiterin Kerstin Görner klar: „Bis jetzt sind keine Schnelltests bei uns angekommen. Es gibt immerhin einen Brief. Die Tests bekommen wir vom Sozialministerium über den Schulträger. Der ist in unserem Fall der Landkreis. Dort wird sich auch um die Verteilung gekümmert. Die grobe Theorie steht im Francisceum zwar, die Praxis in Form der Tests ist jedoch noch nicht angekommen“, erklärt sie am Telefon.

 

Infrastruktur nicht ausreichend

Noch viel stärker kritisiert Kirsten von Mandel, Schulleiterin der Ganztagsschule Ciervisti, die bisherige Infrastruktur rund um die Schnelltests für ihre Schüler: „Eine Ankündigung per Mail gab es bereits. Bis jetzt ist aber noch rein gar nichts passiert. Wir wissen weder wann die Tests kommen, ob wir sie abholen müssen, wer die Schüler testet, wo dies passiert und wie viel Zeit dafür in Anspruch genommen wird“, so von Mandel sichtlich erregt am Telefon.

 

Die Schnelltests für ihr Lehrpersonal musste die Schule sich bisher im Berufsschulzentrum in Bitterfeld abholen, da dies ebenfalls über den Träger, dem Landkreis, organisiert wird.

 

Viele offene Fragen

„Ich kann es mir nicht vorstellen, dass wir schon ab Montag mit den Schnelltests bei den Schülern anfangen werden. Dafür ist noch vielen viel zu ungewiss. Wir haben rund 530 Schüler. Am Montag müsste ziemlich genau die Hälfte davon auf das Coronavirus getestet werden. Wann soll das bitte passieren und wer soll dies durchführen? Wir Lehrer sind dafür nicht geschult.“

 

Weiter weiß sie bis jetzt auch nicht, wie genau die Ergebnisse protokolliert werden sollen und müssen. Immerhin einen kleinen Testlauf in Form der Lehrerselbsttests gibt es schon. „Meine Kollegen und ich testen uns zwei Mal in der Woche. Aber mit der Anzahl der Kinder kann man das nicht vergleichen“, so Kirsten von Mandel weiter. Sie plädiert zudem für ein mobiles Team, welches die Testungen durchführen könne. Allerdings müsse dafür natürlich auch Personal von irgendwo bereitgestellt werden. Dies steht wohl generell nicht zur Verfügung.

 

 

Volksstimme

(gekürzt)

April 2021

Datum

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Quelle

 

27.04.21

  

Klasse übersetzt in Zerbst: Ted Stanetzky besucht die Sekundarschule CIERVISTI

 

Am Dienstag, dem 27. April, war unser Klasse übersetzt! Team wieder im SAW-Land unterwegs. Diesmal besuchten wir die Klasse 9b der Sekundarschule CIERVISTI in Zerbst, für die sich der Ganztagsschulkoordinator Ralph Schammer beworben hat.

 

Er wollte seiner Klasse zwischen Home-Office und Klassenarbeiten ein ganz besonderes Erlebnis und eine spannende Englischstunde liefern. Dafür hatte unser radio SAW- Moderator und Englischlehrer Ted Stanetzky genau den passenden Song im Gepäck. Ed Sheeran sorgte mit seinem Hit "Afterglow" für eine ruhige Atmosphäre und freudige Gesichter unter den Schülern.

 

Klasse übersetzt (Fotos: radio SAW)

 

Nach dem Hören, fing die Klasse an, den Text des Liedes Zeile für Zeile zu übersetzen, sodass ein hilfsbereiter Schüler die Übersetzung auf das interaktive Whiteboard übertragen konnte. Vanessa, Johanna, Tom und Dastin waren sofort bereit, den übersetzten Text, selbstbewusst, für uns einzusprechen.

 

Im Anschluss an das Klassenfoto gab es noch ein reichhaltiges Frühstück aus selbstbelegten Brötchen und frischem Obst. Und dann mussten wir uns leider schon wieder von den Schülerinnen und Schülern aus Zerbst verabschieden.

 

Die Übersetzung hört Ihr am Freitag, 28. Mai 2021, im Programm von radio SAW und dann natürlich auch in unserer Mediathek.

 

 

radio SAW

 

28.04.21

 

Professionelle Englischstunde (Von Daniela Apel)

 

Eine außergewöhnliche Englischstunde erlebten gestern elf Jungen und Mädchen der 9b der Ganztagsschule Ciervisti. Radio SAW-Moderator Ted Stanetzky besuchte die Neuntklässler, um mit ihnen gemeinsam einen aktuellen Hit zu übersetzen. Die Wahl fiel auf den Song "Afterglow" des britischen Sängers Ed Sheeran. Rasch und sehr professionell, wie Ted Stanetzky fand, hatten die Schüler den englischen Text ins Deutsche übertragen.

 

 (Foto: Daniela Apel)

 

Das Ergebnis, das Johanna, Tom, Vanessa und Dastin für die Ausstrahlung einsprechen durften, ist am 28. Mai auf Radio SAW zu hören. "Es hat Spaß gemacht", erklärte Leon stellvertretend für seine Mitschüler. Zu verdanken hatten die Neuntklässler die besondere Englischstunde, die eine schöne Abwechslung im coronageprägten Unterrichtsalltag bot, Ganztagsschulkoordinator Ralph Schammer, der sich beim Radiosender beworben hatte.

 

 

Volksstimme




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